Drei Wege aus der Armut
Mit Hilfe der Sonne aus der Armut
Im Kampf gegen den Vormarsch der Wüste wurde im Tschad das Erzeugen und Verbrennen von Holzkohle verboten. Damit wurde der Bevölkerung ihre Haupt-Energiequelle entnommen. Gas kann sich kaum jemand leisten und Brennholz ist sehr teuer geworden. Im Projekt «Sonnenofen» werden Handwerker im Bau von Solar-Kochkisten ausgebildet. Frauen erhalten Anweisung in deren Anwendung. So können nur mit Hilfe der Sonne leckere Speisen zubereitet werden.
Effekte:
→ Keine Auslagen mehr für Brennstoffe
→ Zusatzeinkommen für Handwerker
→ Stoppt den Vormarsch der Wüste
Mit Berufsbildung zur Selbständigkeit
Im Jahr 2008 wurde das Berufsbildungszentrum in Baktchoro (Südtschad) eröffnet. Hier erhalten jährlich 5 bis 8 Schreiner-Lehrlinge durch eine solide Ausbildung die Grundlage für ihre Existenz. Ihr Lehrmeister sieht sich als Diener der Bevölkerung und arbeitet für einen symbolischen Lohn. In diesem Projekt soll ihm und seiner Familie ein kleines Haus gebaut werden, damit er sich hier wohl fühlt und er, nicht wie seine Kollegen, in einer grossen Stadt sein Glück suchen will. Zudem wird für das Zentrum die dringend benötigte Toilettenanlage erstellt.
Effekte:
→ Gute Lehrkräfte sind wertvoll. Ein anständiges Zuhause ermutigt den Lehrmeister, dran zu bleiben.
→ Gesundheitsprävention durch bessere hygienische Zustände
Mit Schulung gegen die Armut
Viele Grund- und Sekundarschulen im Tschad sind kaum mehr als Unterstände, welche aus Strohmatten oder Palmblättern gebaut sind. Die Kinder sitzen am Boden oder auf Steinen und schreiben auf ihren Knien. Die evangelische Sekundarschule von Kélo (Südtschad) soll mit soliden Schulbänken ausgestattet werden. Diese werden in einer lokalen Ausbildungsstätte für Schweisser und Schreiner hergestellt.
Effekte:
→ Wer gut sitzt, kann sich länger konzentrieren.
→ Eine gute Schulbildung ebnet den Weg aus der Armut.
Armut im Land des schwarzen Goldes?
Seit 2003 wird im Tschad Erdöl gefördert. Leider fliesst der grösste Teil der damit erzeugten Gelder in die Taschen korrupter Machthaber. Aufgrund des Bürgerkriegs und wegen längerer Dürreperioden gehört der Tschad zu den ärmsten Ländern der Welt. Auf dem Human Development Index der UNO liegt er unter insgesamt 177 Staaten an 167. Stelle (Liste des Jahres 2004). 80 % der rund 11 Millionen Tschader leben unterhalb der Armutsgrenze. Grosse Hilfsorganisationen wie die UNO und das Rote Kreuz haben ihr Hauptaugenmerk auf die Krisengebiete im Darfour und im Grenzgebiet zur Zentralafrikanischen Republik gerichtet. Dabei erhält die Bevölkerung nur wenig Hilfe im Kampf gegen die Armut.
Allgemeine Informationen über die Jahresprojekte der Reformierten Kirchgemeinde Konolfingen
Die Reformierte Kirchgemeinde Konolfingen unterstützt alle zwei Jahre ein Länderprojekt im Rahmen der Jahressammlung. In den vergangenen Jahren wurden folgende Projekte unterstützt:
➢ 2004 Kolumbien: Unterstützung des Ausbildungszentrums für Indianer „La Antorcha“ in Villavicencio, Kolumbien.
➢ 2006 Ukraine: Mittagstisch in Lviv / Lemberg und verschiedene karitative Projekte für Jugendliche in Rivne
➢ 2008 Bolivien: Verschiedene Projekte für die Betreuung und Ernäh-rung von Strassenkindern und Jugendlichen am Rande der Gesellschaft.
Vielen Dank für ihre Unterstützung des Jahresprojektes!
Einzahlungen: Spar + Leihkasse Münsingen AG auf Konto Nr:
CH18 0636 3016 0316 6010 5