Seniorenferien

Regionale Seniorenferien
Die Kirchgemeinden Grosshöchstetten und Konolfingen mit Unterstützung der Frauenvereine Grosshöchstetten, Konolfingen und Zäziwil bieten eine begleitete Ferienwoche für Seniorinnen und Senioren an. Teilnehmen können Seniorinnen und Senioren aus dem Einzugsgebiet der Kirchgemeinden Grosshöchstetten und Konolfingen.

Reisebericht Seniorenferien 2025

Pfingstmontag, 9. Juni bis Sonntag, 15. Juni 2025

Bei schönstem Sommerwetter starteten wir die diesjährigen Regionalen Seniorenferien am Pfingstmontagvormittag 9. Juni. Auf der Carfahrt durchs Seeland, eine kurze Strecke durchs Val de Travers und dann auf dem Jura-Höhenzug, bevor wir auf den viel gerühmten „Balcon du Jura“ kamen, wusste der Chauffeur uns viel Interessantes von den durchstreiften Gegenden zu berichten. Punkt 12 Uhr kamen wir in Sainte Croix beim Hotel de France an wo wir vom Gastgeberpaar Marina Capaccini und Rolf Fischer (beides Deutschschweizer) mit ihren MitarbeiterInnen herzlich empfangen wurden. Die Hotelbesitzer sind bestrebt Gruppenferien und Seminare anzubieten und dies machen die beiden mit grosser Hingabe. Sie helfen bei der Planung, später bei der Ausführung der Unternehmungen und machen sämtliche Reservationen in französischer Sprache ;-)

Ein absoluter Hit war das Chlöpfer-Brötle beim Refuge de la Gare d’Olten, organisiert von der gesamten Hotel-Crew an unserem zweiten Ferientag. Damit wir Gäste ganz nach unseren eigenen Bedürfnissen den Weg bis zur genannten Stelle im Wald nahe L’Auberson selber meistern konnten, wurde ein Shuttle-Fahrdienst angeboten. Wem seine Füsse nicht mehr tragen wollten, konnte einsteigen und wurde ans Ziel gefahren,

Die geplanten Ausflüge ins Vallée de Joux, nach Romainmôtier, nach Pontarlier und zum Creux du Van in zwei gemieteten Kleinbussen und dem Hotel-Panda, konnten wir nur unternehmen weil sich unsere Männer vom Begleit-Team und Rolf Fischer als Fahrer zur Verfügung stellten.

Das schöne und warme Sommerwetter begleitete uns während der ganzen Ferienwoche. Wie gerne hätten wir die geplante Mini-Kreuzfahrt auf dem Lac de Joux genossen, wegen eines Defekts am einzigen „Passagierschiff“ mussten wir auf dieses Vergnügen verzichten. Das konnte unsere gute Laune in keiner Art trüben, wir suchten uns ein schattiges Plätzchen am See und verzehrten das mitgebrachte Pic Nic. Den Kaffee mit Kuchen genossen wir dann am Nachmittag im ehemaligen Priorhaus in Romainmôtier, bevor wir die Akustik in der Stiftskirche testeten. Zu diesem Zweck hatten wir am Morgen, während dem Einstieg in den Tag, speziell ein Lied eingeübt.

Auf einem kurzen Stadtrundgang erkundeten wir Pontarlier, sie gilt als die zweithöchst gelegene Stadt in Frankreich. Beim Mittagslunch in einem Café im Industriegebiet, hatten wir eine wunderbare Sicht auf die Umgebung, da wurde uns so richtig klar, dass Frankreich mehr Juragebiet besitzt als die Schweiz. Das hat unseren Nationalstolz für einen kurzen Moment ein wenig angekratzt. Als wir aber noch am selben Tag an der Felsarena des Creux du Van standen, mussten wir uns eingestehen, Frankreich hat wohl mehr Fläche, die Schweiz hat aber wunderschöne Kleinode auf den Jurahöhen!

Ein ebenfalls schöner Ort in der Umgebung von Sainte Croix, ist der Mont de Baulmes. Zwar hat das schöne Sommerwetter an dem Tag als wir dort oben waren, die Sicht auf die Berge in einen feinen Dunst eingehüllt. Das ausgezeichnete Essen im Restaurant und das gemütliche Beisammensitzen in der Gartenwirtschaft, entschädigten uns für die verhüllte Fernsicht. Wer den Heimweg vom Berg nicht zu Fuss unternehmen konnte, wurde von einem vom Hotel de France organisierten Fahrdienst abgeholt.

In Sainte Croix gehört ein Besuch des MuMAPS (Musée de la mécanique d’art et du patrimoine) schon fast zum Pflichtprogramm. Die vielen Exponate aus der Zeit als Sainte Croix ein wichtiger Industriestandort der Feinmechanik war, liessen in uns allen Kindheits –und Jugenderinnerungen wach werden. Rolex-Kameras, Hermes Schreibmaschinen, Thorens-Plattenspieler und Kandahar-Skibindungen. Sehr interessant und unterhaltsam ist die Sammlung der Musikdosen und Musikautomaten mit der grossen Jahrmarktsorgel als absolute Attraktion.

Am Samstag, 14. Juni befand sich Sainte Croix im Ausnahmezustand, "Spartan Race" hiess die Veranstaltung, wobei die Athleten einen Extrem-Hindernislauf im ganzen Dorf verteilt, absolvieren mussten. Nicht alle von unserer Gruppe wollten sich bei diesem Spektakel amüsieren, sie fuhren mit der Bahn nach Yverdon und vergnügten sich bei einem Bummel durch die Stadt oder einem Spaziergang an den Neuenburgersee.

Während dieser ganzen Woche herrschte eine prima Stimmung, deshalb fiel uns am Sonntag der Abschied nicht leicht. Wir fühlten uns sehr wohl im Hotel de France und werden uns gerne und oft an diese wunderbaren Tage „Au Balcon du Jura“ erinnern. 

Margret Aebersold

Koordination und Auskunft
Margret Aebersold, 031 791 14 41
margret.aebersold@bluewin.ch